Body-Connected Limbs
Einleitung
Die Art und Weise, wie wir Informationen kommunizieren, prägt, wie wir ihre Bedeutung wahrnehmen. Im Jiu-Jitsu behandeln wir oft Arme, Beine und den Kopf als unabhängige Teile (jedes mit seiner eigenen isolierten Funktion):
- Arme → Manipulation
- Beine → Fortbewegung/Manipulation
- Kopf → selten für beides verwendet
Diese Trennung begrenzt, wie wir den Körper als vollständiges und integriertes Bewegungssystem verstehen.
🔗 Hauptkonzept
In Wirklichkeit sind all diese Extremitäten mit der zentralen Struktur des Körpers verbunden (dem Rumpf) und alle können sowohl Manipulations- als auch Fortbewegungsfunktionen ausführen.
Das bedeutet, du kannst dich mit deinen Armen bewegen und deinen Gegner mit deinen Beinen manipulieren, wann immer es nötig ist.
Dies zu erkennen, vervielfacht deine technischen Möglichkeiten und verfeinert deine Körperinterpretation.
💡 Praktische Beispiele
- Du kannst Underhooks sowohl mit Armen als auch mit Beinen ausführen.
- Du kannst Guard spielen mit den Beinen und den Armen gleichermaßen.
Durch die Annahme dieser integrierten Sichtweise beginnst du, klare mechanische Muster zu bilden, die nicht vom Auswendiglernen von Schritt-für-Schritt-Techniken abhängen.
Ein klares Beispiel ist der Stack Pass:
Es ist im Wesentlichen das Underwhooken beider Beine, während das Stacken als das Bringen der Füße des Gegners zu seinem eigenen Kopf verstanden werden sollte.
🎯 Die Rolle des Kopfes
Der Kopf muss auch als aktives Werkzeug der Dominanz verwendet werden:
- Während Immobilisierungen: um den Gegner am Boden zu fixieren
- Während Guard-Situationen: um Räume zu öffnen und Bewegungswinkel zu schaffen
- Im Stehen: um deine Achse zu schützen und die Haltung aufrechtzuerhalten
Somit spielt der Kopf eine dynamische Rolle innerhalb desselben Systems von Manipulation, Fortbewegung und Kontrolle.
🧩 Strukturelle Beziehungen
In Situationen der Stabilisierung oder Umleitung bedeutet Kontrolle über die Extremitäten, Kontrolle über den Rumpf, da die Extremitäten seine direkten Verlängerungen sind.
Wer die Extremitäten kontrolliert, beeinflusst unweigerlich das Zentrum.
Dieses Prinzip unterstreicht eine Schlüsselwahrheit: Herrschaft über die Extremitäten ist Herrschaft über die Rumpfstruktur selbst.
Fazit
Denke an Arme, Beine und Kopf nicht als separate Teile, sondern als Extremitäten, die mit der zentralen Struktur des Rumpfes verbunden sind.
Diese Verschiebung in der Wahrnehmung vertieft dein Körperbewusstsein und verwandelt jede Bewegung in einen koordinierten und intelligenten Ausdruck von Kontrolle.
"Wenn die Extremitäten als eins mit dem Zentrum agieren, bewegt sich der Körper als eine Einheit (effizient, ausbalanciert und dominant)."