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Griffe & Verbindungen

Überblick

Griffe sind die primäre Methode, deinen Gegner zu kontrollieren. Die Art des Griffs und wo du greifst, verändert die Dynamik der Guard dramatisch.


KIMONO (Gi) 🥋

Verständnis von Gi-Griffen

Mit Griffen am Kimono ändert sich die Dynamik zu einem Rhythmus mit mehr Reibung und stabilen Verbindungen, die wie "Ketten" funktionieren, die einen Körper mit dem anderen verbinden.

Primäre Griffpunkte

Oberkörper

  1. Ärmelgriffe - Kontrolle von Handgelenken und Unterarmen
  2. Kragengriffe - Hohe und niedrige Aufschlagkontrolle
  3. Armtaschen - Innere Ellbogenkontrolle

Unterkörper

  1. Hosengriffe - Beinrichtung und Kontrolle
  2. Knietaschen - Innerer Kniegriff für Manipulation
  3. Gürtel/Taille - Hüftkontrolle und Positionierung

Kreative Optionen

  1. Kreuzgriff - Aufschläge um Gegner gewickelt
  2. Aufschlag-Feeds - Aufschlag durchfädeln für Kontrolle

Grifftypen

🔨 Bagger-Griff

  • Technik: Vier Finger innen, "in Stoff graben"
  • Vorteile: Schwerer zu brechen, überlegene Kontrolle
  • Nachteile: Langsamer zu etablieren
  • Am besten für: Verlängerte Kontrollpositionen

🤏 Judo-Griff

  • Technik: Oberflächlicher Griff, Stoff "quetschen"
  • Vorteile: Schnell zu etablieren, einfache Übergänge
  • Nachteile: Leichter zu brechen
  • Am besten für: Dynamische Bewegungen und Umleitungen

NO-GI 🤼

Verständnis von No-Gi-Griffen

⚠️ Wichtig: Gi-Griffe können nicht direkt zu No-Gi "übersetzt" werden. Die Techniken selbst sind fundamental unterschiedlich.

Primäre Kontrollpunkte

  1. Handgelenke & Knöchel - Extremitätenkontrolle
  2. Ellbogen - Underhooks und Overhooks
  3. Knie - Beinkontrolle und Manipulation
  4. Achseln - Schultertaschenkontrolle
  5. Nacken & Kopf - Direkte Kontrolle und Clinching

Grifftypen

🔧 Zangen-Griff (C-Griff)

  • Technik: Aktive Daumenverwendung
  • Vorteile: Starke Kontrolle an Handgelenken
  • Nachteile: Daumen anfällig
  • Am besten für: Handgelenkkontrolle, 2-auf-1-Griffe

🤲 Schaufel-Griff (Affen-Griff)

  • Technik: Daumen an Finger befestigt
  • Vorteile: Schützt Daumen, stärkere Struktur
  • Nachteile: Weniger Geschicklichkeit
  • Am besten für: Die meisten No-Gi-Situationen

Universelle Prinzipien

Aktive Fußverwendung

In sowohl Gi als auch No-Gi arbeiten Füße als:

  • 🪝 Haken - An Gegnerkörper befestigen
  • 📍 Posts - Distanz und Frames schaffen
  • ⚔️ Waffen - Offensive und defensive Werkzeuge

Die Goldene Regel

Merke dir: Verwende immer deine Hände und Füße, um Verbindungen herzustellen. Lasse sie niemals leer - nur so hast du echte Kontrollmöglichkeit.

Häufige Fehler

⚠️ Todesgriff - Zu fest halten erschöpft Unterarme. Greife mit Zweck, nicht in Panik.

⚠️ Leere Hände - Nicht engagierte Gliedmaßen sind verschwendete Gelegenheiten

⚠️ Schlechter Griffkampf - Nicht die Griffe des Gegners adressieren, bevor du deine eigenen etablierst


Abschließende Beobachtungen

Die Theorien aus Prinzipien & Theorien gelten hier:

  • Tischtheorie: Mehrere Griffpunkte schaffen Stabilität
  • Molekulare Theorie: Griffe funktionieren als verbundene Einheiten
  • Orbitaltheorie: Griffübergänge folgen kreisförmigen Pfaden

Jede Immobilisierung muss stabilisiert werden (generell für 3 Sekunden im Wettkampf). Akzeptiere nicht sofort die Fortschritte des Gegners - kämpfe, um die Räume zurückzugewinnen, die sie besetzen.


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